Sommerlager 2005 der Region Allgäu vom 4.-11. September
Der folgende Bericht wurde auch, mit weniger Bildern und leicht verändertem Text, in der bayernweiten Pfadfinderzeitung "KIM" abgedruckt. Er kann als Bild unter Pressespiegel eingesehen werden.
Von Rittern, einem Mord und einer Sauna...
Das Pfingstlager der Region Allgäu ist dieses Jahr leider ausgefallen. Als Ausgleich beschloss man daher ein schöneres, besseres und vor allem längeres Sommerlager zum Thema "Mittelalter" zu machen.
Zum sechs Tage dauernden königlichen Wettstreit um die Ritterwürde luden die drei Könige, König Alrik, König Gustav und König Kunibert, alle mutigen Recken des Allgäus auf ihre Burg.
Nach Errichtung der Zelte und Lagerbauten wurden die Anwärter auf den Rittertitel bei der feierlichen Lagereröffnung durch die drei Könige begrüßt:

In den nächsten Tagen sollten sich die Ritteranwärter in Arbeitskreisen auf die großen Ritterspiele vorbereiten und ihre Fertigkeiten schulen.
Doch gleich am nächsten Abend, an dem eigentlich ein jecker Abend mit dem Hofnarren geplant war, machte der Mord an dem Nachtwächter und der Diebstahl des königlichen Schatzes die Vorbereitungen auf den Wettstreit zunichte. Verfrüht mussten so die unerfahrenen Ritteranwärter ihre Fertigkeiten und ihre Tapferkeit unter Beweis stellen, als sie im nächtlichen Wald Hinweise auf den Mörder bei mittelalterlichen Zeitgenossen ergattern mussten:
Am nächsten Tag stellte sich mit Hilfe der Hinweise heraus, dass der erste Offizier der Garde, bislang ein treu ergebener Diener der Könige, gemeinsam mit seinem Lakaien die Tat begangen, und zudem die Vorratskammer geplündert hatte. Im Schutze der Nacht wurden die Übeltäter jedoch in einer alten Burgruine gefangen genommen, und die Vorräte und der Schatz zurückerobert:
Am nächsten Vormittag wurden die Übeltäter vom königlichen Gericht verurteilt. Dieses ließ jedoch noch mal Gnade vor Recht ergehen, und sah vom Tod auf dem Scheiterhaufen ab. Stattdessen gings zur Folter: Bauchentharrung...

Nach den Strapazen der Verbrecherjadg hatten sich die angehenden Ritter nun einen Gang in die königliche Sauna verdient. In einer dreier(!)-Kohte stand man und genoss den durch die ausgeführten Aufguss. Den aufgestauten Burggraben nutzte man zum Abkühlen:
Ein Platzregen am Nachmittag machte das Voranschreiten der Wettkampfvorbereitungen zunichte, und so nutze man die AK Zeit lieber um sein Hab und Gut vor den Wassermassen zu schützen und wärmte sich in der sicheren Burg am Feuer.
Da der Regen stark nachgelassen hatte, konnten die Ritterspiele am nächsten Tag wie geplantdurchgeführt werden.
Ein schöner, mittelalterlicher Gottesdienst am Nachmittag hob die Moral und sicherte das seelische Wohl der Burgbewohner.
Den letzen Abend eröffnete ein drei-Gänge Rittergelage, dem der feierliche Ritterschlag der vier besten Ritterschaften folgte.
Bei einem Lagerabend mit Gesang, Tschaj, Knoblauchbrot und einem großen Feuer ließ man das Lager gemütlich ausklingen.